Für eine zeitgemäße, umweltfreundliche Verkehrsplanung!

Schon 2022 hatte die Stadtverwaltung der Falkenseer SVV eine Straßenplanung vorgelegt, die die Natur, das Wohnen und den Verkehr im Falkenseer Westen für immer verändern soll: Den Ausbau des Havelländer Wegs durch das Waldgebiet Falkenhagener Berge – mit direkter Fortsetzung über die Karl-Marx-Straße bis zum Bahnhof Finkenkrug und weiter über die Rudolf-Breitscheid-Straße Richtung Dallgow und B5. Eine neue Hauptverkehrsachse mit der Verlagerung von zusätzlichen Verkehren in wenig befahrene Straßen und Naturgebiete wäre massiv.

Anfang 2023 unterzeichneten deshalb 1207 Bürgerinnen und Bürger die BISF-Petition „NEIN zum Ausbau des Havelländer Wegs durch das Waldgebiet Falkenhagener Berge!“. Die BISF übergab die Unterschriften der Falkenseer SVV. Seit nunmehr 3 Jahren gibt es zu dieser erfolgreichen Petition keine offizielle Antwort mit einer Stellungnahme der Stadtverordneten.

Dessen ungeachtet widmete sich die Stadtverwaltung unverdrossen dem nächsten Straßenzug. Der überdimensionierte Ausbau des Havelländer Wegs und der Karl-Marx-Straße inklusive eines großräumigen Kreisverkehrs am Restaurant Kronprinz wurde mit großer Mehrheit beschlossen. Viele wertvolle, jahrzehntelang gewachsene Eichen und eine ganze Baumreihe sind bereits zur Fällung markiert. Für den Erhalt der Bäume formiert sich jetzt eine Gruppe um das Bürgerbündnis Baumerhalt Falkenhain. Eine Petition soll die Stadtverordneten dazu bewegen, den Beschluss aufzuheben und bürgerfreundlich zu ändern.

Und auch auf dem weiteren Abschnitt der Rudolf-Breitscheid-Straße bis nach Dallgow soll der Großteil der dort 200 Alleebäume fallen. Doch die breit aufgestellte, neu gegründete Bürgerinitiative BI-RBS hat bereits viele Unterschriften gesammelt und drängt Politik und Verwaltung darauf, die Planungen für mehr Baumerhalt zu ändern, den Alleecharakter der Straße zu bewahren und den Ausbau behutsam zu gestalten.

Wir fragen: Sind all diese Planungen überhaupt noch zeitgemäß, angesichts inzwischen dramatischer Veränderungen unserer Lebensrealitäten und der unserer Kinder?

Gesundheits- und Hitzeschutz gewinnen zunehmend an Bedeutung. Straßenbäume leisten dabei einen unverzichtbaren Beitrag. Sie spenden Schatten, senken Luft- und Oberflächentemperaturen nachweislich um mehrere Grad, verringern die UV-Strahlung, verbessern das Mikroklima und erhöhen die Aufenthaltsqualität. Damit tragen sie unmittelbar zur Lebensqualität der Bevölkerung bei.

Wir fordern deshalb Gesundheitsschutz der Bevölkerung als ein zentrales Planungsziel im Straßenbau. Der Erhalt möglichst vieler Straßenbäume sollte dabei wesentlich sein für eine zukunfts- und gesundheitsorientierten Straßenplanung.

Wir sind für eine zeitgemäße, umweltfreundliche Verkehrsplanung!
Möchten Sie sich gemeinsam mit uns engagieren?

Schreiben Sie uns einfach eine E-Mail an info@bisf.de

Die Beteiligung der Bürgerschaft und eine an ihren Bedürfnissen orientierte Planung bieten die Chance, Straßenumbau den neuen Herausforderungen anzupassen.